Die Menschheit beansprucht durch einen bis heute ungestillten Drang nach Erhöhung des materiellen Wohlstands die Ressourcen der Erde in einem Maße, daß absehbar ist: Die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen sind bedroht. Die Bewältigung dieser globalen Krise wird dadurch erschwert, daß die Dynamik des Bevölkerungswachstums ungebremst ist. Durch intensive Landwirtschaft, industrielle Fischerei und Holzwirtschaft, durch Bebauung und "Kultivierung" werden Naturräume vernichtet und die Artenvielfalt reduziert. Der fruchtbare Boden geht durch Erosion verloren, das Trinkwasser wird knapp. Durch weltweit ständig steigenden Energieverbrauch , durch Landwirtschaft (Methan), Industrie, Verkehr und Privatverbrauch (CO2, FCKW) ist das Klima bedroht.
Diese Schwerpunktfelder der Umweltbedrohung[1] müssen in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit, der Politik, der Industrie und der Bürger gerückt werden. Die heutige Schwerpunktsetzung auf "Abfallwirtschaft" ist einseitig und entspricht nicht der Bedeutung, die Abfälle bei der Umweltzerstörung spielen[2].
Wenn die Industriegesellschaft sich auf eine nachhaltige Form des Wirtschaftens und Lebens hin entwickeln will - und sie wird es tun müssen, wenn sie nicht früher oder später durch Katastrophen dazu gezwungen werden möchte - muß sie in den Schwerpunkt-Problemfeldern möglichst schnell langfristig wirksame Lösungen entwickeln.[3/4]
Hierzu scheint der heutige Mensch aber nicht ohne weiteres in der Lage zu sein. Egoismus und mangelnde Weitsicht lassen ihn fast immer erst dann reagieren, wenn die Katastrophen unmittelbar drohen oder bereits eingetreten sind, jedenfalls zu selten langfristig prophylaktisch. Die Kenntnisse über die eigentlichen Ursachen der zunehmenden Zerstörung der Umwelt haben bisher nur zu "Ökokosmetik" (Ökomarketing, VVO) und zu "Beschwichtigungs-Innovationen" geführt[5].
Eine nachhaltige Wirtschaft verlangt aber ein Denken und Handeln in langfristigen Zeiträumen und in komplexen Zusammenhängen. Dieses muß gegen kulturell tief verwurzelte Denkweisen angelernt werden. Es erfordert z. B. die Einsicht, daß langfristig - für die Zukunft unserer Generation und der nachfolgenden Generationen in einer gesunden Natur - "Wohlbefinden" wichtiger ist als materieller Konsum und "Wohlstand", d.h. qualitatives statt quantitatives Wachstum.
Eine Strategie zur Entwicklung nachhaltiger Wirtschaftsstrukturen ("sustainable development") kann sich daher nicht allein auf die Entwicklung entsprechender Technologien und Werkstoffe beschränken. Es müssen die tiefsitzenden Barrieren, die heute noch ein umfassendes ökologisch vernünftiges Verhalten behindern, analysiert und abgebaut werden. Die Erhaltung bzw. Regeneration der Natur als Grundlage unseres Lebens und Wirtschaftens muß in der Gesellschaft den höchsten Stellenwert bekommen.
Zielsetzung
Die ideale Form einer nachhaltigen Wirtschaft wird (bei stabiler Bevölkerung) ausschließlich auf Nahrungsmitteln und Werkstoffen basieren, die ohne Raubbau an den Lebensgrundlagen gewonnen werden. Diese müssen - auf Basis von Solarenergie bzw. anderen die Umwelt nicht belastenden Energiequellen - langfristig zur Verfügung stehen.
Es ist zumindest zweifelhaft, ob als Ersatz für Erdöl oder Kohle die heute populären "nachwachsenden Rohstoffe" (NWR) in größerem Maßstab eingesetzt werden können. Global stehen uns künftig eher zuwenig Anbauflächen zur Ernährung der Weltbevölkerung zur Verfügung; die Energie-bilanzen der NWR sind - falls überhaupt - nicht überzeugend positiv; sie erfordern intensive Landwirtschaft, die Hauptursache für unnatürliche Bodenerosion, Artenvernichtung und Grundwasser-verseuchung[6]. Zudem wird nicht berücksichtigt, daß die Menschen heute schon 60% der gesamten kontinentalen Photosyntheseleistung der Biosphäre (also pflanzliche Produkte) direkt oder indirekt nutzen [7] . So ist es unsicher, ob und wieviel NWR überhaupt noch zusätzlich für industrielle und Konsumzwecke schon rein theoretisch verfügbar gemacht werden können, ohne die Natur dauerhaft stark zu schädigen.
Hier ist die Grundlagenforschung aufgerufen, Technologien und Materialien zu entwickeln, die künftig die solar-photochemische Synthese mit hohem Wirkungsgrad zu einer Säule unserer Rohstoffversorgung machen könnten.
Gesellschaftlich wird die nachhaltige Wirtschaft der Zukunft das Einverständnis erzielen müssen, daß nur soviel Nahrungsmittel, Energie und Rohstoffe verbraucht werden dürfen, wie langfristig nachhaltig verfügbar bleiben. Und nur soviel, daß deren Rest- und Umarbeitungsprodukte im Stoffwechsel der Natur ohne Beeinträchtigung vertragen werden können. Hierzu hat die künftige Gesellschaft Steuerungsmechanismen zu entwickeln, die es jedem Menschen als ökonomisch vernünftig erscheinen lassen, sich ökologisch vernünftig zu verhalten. Die Kriterien für "Erfolg" und "Wohlbefinden" müssen sich ändern.
Komplexe Systeme können meist nur mit einfachen Mechanismen geregelt werden. Die Anwendung komplexer Regelmechanismen führt eher zum Gegenteil dessen, was man beabsichtigt hat, also zum Versagen. Außerdem kann ein System besser über den "input" als über den "output" geregelt werden.
Es führt deshalb nicht zum Ziel einer ökologisch hinreichend verträglicheren Wirtschaftsform, es weist uns nicht den Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft, wenn beispielsweise nur der "output" des Wirtschaftssystems, nämlich seine Abfälle, einer Regelung unterworfen werden. Der ökologisch schädliche Energie- und Stofffluß der Industriegesellschaft kann nicht dadurch auf ein akzeptables Maß reduziert werden, daß man nur "den Ausgang verstopft". Genau das aber tut man mit der Verpackungsverordnung und dem geplanten Kreislaufwirtschaftsgesetz, mit denen nicht der für die Abfallproduktion an sich ursächliche Stoff- und Energiefluß (also weder die Art noch die Menge der produzierten und konsumierten Güter) in ökologischer Richtung beeinflußt wird. Auch das derzeitige überkomplizierte Steuerrecht erlaubt keine feinfühlige Umorientierung der Wirtschafts- und Lebensweise auf ein ökologisch verträglich(er)es Niveau.
Statt dessen ist zu fordern, daß mit möglichst einfachen, durchschaubaren und verläßlichen Mitteln Bürger und Industrie auf eine Wirtschafts- und Lebensweise hingeführt werden, die der nachhaltigen Wirtschaft entgegenkommt. Mit einfachen und klaren Regelmechanismen (Preise, Steuern, Belastungen) muß dem Staat, den Produzenten und den Verbrauchern auf sozial ausgewogene Weise bewußt gemacht werden, welche Handlungen wieviele Umweltgüter verbrauchen bzw. Umweltschäden verursachen. Da ohne Energieumsatz nichts bewegt wird, weder Rohstoffe gewonnen, verarbeitet oder konsumiert, noch Umweltschäden (von der Wasserverschmutzung über die Bodenerosion bis zu Krankheitsfolgen) behoben werden können, bietet sich die Steuerung des Energieflusses als Schlüsselparameter einer ökologischen Umorientierung der Wirtschaft an[8].
Deshalb kann u.a. eine stetige, jährlich gleichbleibende, in der Wirkung sich aber kumulierende Energiepreiserhöhung ein einfaches, wirksames und verständliches Mittel im Rahmen einer "ökologischen Steuerreform" [9] sein. So kann beispielsweise eine jährliche Erhöhung um (inflationsbereinigt) 5% mittelfristig eine starke Steuerwirkung entfalten und die notwendige_ Energie-Effizienzrevolution herbeiführen. Gleich-zeitig muß durch Vereinfachung des Steuersystems und Streichung von Abgaben eine Entlastung der Privatverbraucher und der Industrie erfolgen. Befürchtungen, daß hohe Energiepreise die Wirtschaft lähmen könnten, sind durch empirische Untersuchungen ausgeräumt_.
Eine kontinuierliche Energiepreissteigerung kann nach und nach zu einer wirksamen Bremse des quantitativen Wachstums der Energie- und Stoffflüsse werden; sie kann ein Motor für den Beginn eines "qualitativen Wachstums" werden. Sie kann zugleich auch ein effizientes Mittel zur schrittweisen Lösung der Abfallprobleme darstellen, da Energie zur Erzeugung der Produkte, ihrer Verteilung und Nutzung, aber auch zur Aufbereitung und Abfallentsorgung erforderlich ist.
Es ist zu erwarten, daß alle Industriezweige - v. a. aber die Kunststoff-Industrie wegen der Eigenschaften ihrer Werkstoffe - in steigendem Umfang durch Innovationen zu der notwendigen Energie-Effizienz-Revolution beitragen werden. Universitäten und Industrie werden enger zusammenarbeiten müssen, ohne ihre unterschiedlichen Aufgaben zu vermengen; die Grundlagenforschung muß sich ihrer Verantwortung für die Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen Wissenschaft bewußt sein; angewandte Forschung/ Entwicklung und Grundlagenforschung bedürfen intensiver Kommunikationsbrücken. Es ist unumgänglich, daß die heute immer noch praktizierte künstliche Trennung zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen aufgehoben wird. Ökologie, Ökotechnik, Bionik, Technikbewertung und Politikanalyse werden u. a. wichtige integrativ arbeitende Wissenschaften der Zukunft sein.
Der mit steigenden Energiepreisen verknüpfte Innovationsschub zu höherer Energie- und Rohstoff-Effizienz wird automatisch begleitet werden (müssen) von entsprechenden Meinungs-bildungsprozessen in der Gesellschaft. Anstelle der heute praktizierten isolierten Bildung wird eine ganzheitliche Bildung unter verstärkter Berücksichtigung der Naturwissenschaften und der Ökologie notwendig. Umweltbildung und Umwelterziehung müssen integrativer Bestandteil unseres Bildungssystems werden, von Kindergarten und Schule, über Berufsausbildung und Hochschule bis zur Erwachsenenbildung. Zugleich ist eine tiefe Analyse der Entscheidungsstrukturen, -motive und -abläufe in unserer Gesellschaft erforderlich, um die passenden Steuerungsmechanismen und erfolgreiche Bildungsinhalte erarbeiten zu können.
Ebenso wichtig (und schwierig) ist es, Einverständnis darüber zu erzielen, daß unsere Konzepte für den Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft pragmatisch sein müssen. Dies soll nichts anderes heißen, als daß sie unter Einbeziehung möglichst aller Aspekte auch wirklich gangbar, machbar und zugleich zielführend sind.
Die Kunststoff-Industrie (K-Erzeuger und K-Verarbeiter) hat eine Werkstoffklasse zur Verfügung, die die Voraussetzung bietet, Produkte mit hoher Effizienz an Energie herzustellen und zu verwenden. Die Eigenschaftsvielfalt und die leichte Verformbarkeit in vielfältigen Verfahren ermöglichen es, Produkte mit sparsamem Umgang an Energie herzustellen und durch den langen Gebrauch der haltbaren Produkte viel Energie (und Stoffumsatz) zu sparen. Zudem ist besonders die Kunststoffverarbeitung durch ihre mittelständische Struktur, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit, in der Lage, flexibel auf Veränderungen zu reagieren und durch ihre breite regionale Verteilung ohne übergroßen Transportaufwand Produkte und Dienstleistungen anzubieten.
Gerade auch neueste Erkenntnisse der (Nichtgleichgewichts-) Thermodynamik und neue Polymerwerkstoffe aus der Grundlagenforschung lassen es möglich erscheinen, daß in Zukunft noch weitere ungeahnte Möglichkeiten an Eigenschaften und Funktionen realisiert werden können, die die Energie-Effizienz der Wirtschaft und des täglichen Lebens wesentlich steigern werden.
Hierbei kann auch die Natur mit ihren in der Evolution erprobten Struktur- und Funktionsprinzipien viele Anregungen geben, die (durch Ökotechnik und Bionik) gerade mit Kunststoffen, ihrer vielfältigen Stoffklasse und ihren breitgefächerten Verarbeitungsmöglichkeiten umge-setzt werden können.
Eine "nachhaltige Entwicklung" erfordert, daß Werkstoffe dort eingesetzt werden, wo sie hohe Gebrauchstauglichkeit und eine möglichst geringe Belastung von Natur und Umwelt aufweisen. Dies bedeutet, daß Produkte aus Kunststoff bereits heute, mehr noch aber in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden [10] . Durch die Verwendung von Kunststoffen (z.B. auch als Ersatz für Holz) könnte es erreicht werden, daß für die Dynamik der Evolution und die Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme notwendige Lebensräume in weit größerem Umfang zur Verfügung stehen und in diesen Gebieten menschliche Störeinflüsse drastisch reduziert werden_. Die Nutzung der Natur, sei es durch die Land- und Forstwirtschaft oder durch den Abbau von Rohstoffen, muß naturverträglich gestaltet werden. Wir brauchen in der Zukunft einen "Materialmix" zur Herstellung von Produkten, in dem Gebrauchstauglichkeit, Energie- und Ressourceneffizienz sowie Naturverträglichkeit Kriterien für die Verwendung von Werkstoffen sind.
Das Augenmerk der Kunststoff-Industrie sollte in Zukunft noch mehr darauf gerichtet sein, "möglichst viel an Leistungsvermögen mit möglichst wenig Kunststoff" anzubieten. Der wichtigste Beitrag der Kunststoffe wird immer mehr in der Einsparung von Energie, Rohstoffen und Wasser bei Herstellung und Gebrauch von Produkten bestehen. Aber auch die Einrichtung vernünftiger Kaskaden der Produkt- und Stoffnutzung unter dem Diktat minimaler Entropieproduktion[11] ist eine wichtige Rand-bedingung der Werkstoff- und Systementwicklung. "Recycling" darf kein Selbstzweck sein, sondern muß so betrieben werden, daß dadurch gegenüber der Nutzung anderer Rohstoffe weniger Umweltgüter verbraucht werden.
Wenn also die Möglichkeiten der Kunststoffe, der polymeren Materialien, voll genutzt würden, könnten sie sich in einer künftigen ökologisch nachhaltigen Wirtschaft als tragender Werkstoff herausstellen. Dazu muß auch ständig eine ökologische Optimierung der Kunststofftypen und ggf. auch Sortimentsbereinigung vorgenommen werden mit dem Ziel, die jeweils ökologisch bestgeeigneten Kunststoff-Typen anzubieten.
Die Kunststoff-Industrie ist somit eine Branche, die das Potential besitzt, schon heute auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft eine konstruktive und treibende Rolle zu spielen. Diejenigen gesellschaftlichen Gruppen und Personen, die für eine ökologische Umorientierung der Gesellschaft eintreten, erhoffen sich daher von Seiten der K-Industrie starke, auch politische Unterstützung für ihre Forderung nach einer regelmäßigen jährlichen Erhöhung der Energiepreise um (inflationsbereinigt) z. B. 5% (bzw. einer äquivalenten Maßnahme, die als ökonomisches Steuerinstrument zur Umsteuerung der Wirtschaft in Richtung auf Nachhaltigkeit geeignet ist).
Dafür sollten im Gegenzug andere Steuern und Abgaben gesenkt werden, um im Vergleich zur technischen Energie die menschliche Arbeit wieder kostengünstiger zu machen.
Der Kunststoff-Industrie ist anzuraten, über eine Umstellung ihres Profils, ihres Auftretens im Markt nachzudenken: Bisher erscheint sie in der Öffentlichkeit und in ihrem Kundenkreis vorwiegend als ein Anbieter von (möglichst großen) Mengen zahlreicher Kunststoffe, die von den nachfolgenden verarbeitenden Industriezweigen für jeweils spezifische Produkterfordernisse, zumeist nach Funktionseignung und Preis ausgewählt werden.
Künftig könnte sie als "Systemanbieter für Energie-Sparen und Energie-Effizienz" auftreten. Kunststoffe würden dann nicht mehr vorrangig als Konstruktionswerkstoff oder Verpackungs-material angesehen oder verkauft werden, sondern als wesentliches Schlüsselelement, mit der der Kunde (in Industrie oder Privathaushalt) Energie (und Rohstoffe) sparen und sich zunehmend ökologisch vernünftiger verhalten kann.
Auf vier Feldern können umfassende Systeme des Energie-Sparens und erhöhter Energie-Effizienz mit Kunststoffen besonders positive Beiträge zu einer ökologischen Umorientierung leisten:
In der Anlage sind einige mögliche, als Anregung und nicht ausschließlich gedachte, Projektfelder aufgeführt. Die ökologische Optimierung der Kunststofftypen und des Sortiments sollte ebenfalls ein Projektfeld sein.
In dieses neue Profil sollte ebenfalls eine verbesserte Präsenz am Markt integriert werden. Bisher treten K-Verarbeiter nur in seltenen Einzelfällen, K-Hersteller praktisch gar nicht (außer bei Lacken) direkt als Endprodukt-Anbieter im Markt auf. Die Kunststoff-Industrie ist überwiegend eine reine Zulieferer-Industrie. Dadurch verzichtet sie auf Wertschöpfungsmöglichkeiten, v. a. aber auch auf die Chance, durch direkten Kontakt mit dem Endverbraucher Produkte und Technologien marktnäher zu entwickeln. Im Zusammenhang mit einer konsequenten Umorientierung auf das ökologische Profil des "Systemanbieters Energie-Effizienz" wäre es deshalb von Vorteil, zunehmend selbst direkt zu vermarkten.
Hiermit könnte die ebenso wichtige Aufgabe verbunden werden, inner- und außerbetrieblich diese Ziele und die ökologischen Hintergründe zu kommunizieren [12] und so an der geistigen Basis der notwendigen gesellschaftlichen ökologischen Umorientierung mitzuwirken. Dies kann durch verschiedenartige Formen geschehen, z.B. durch "normale" Presse- und Anzeigenarbeit; durch Produktinformationen, offene und selbstkritische Produktlinienanalysen und Umweltbilanzen; durch Seminare, Symposien, Bücher; durch Angebote an Schulen und Universitäten zu gemeinsamer praktischer naturwissenschaftlicher und ökologischer Bildung und Ausbildung; durch "Tage der offenen Tür"; durch Veränderungen im Ausbildungsplan des Kunststofformgebers und des Chemielaboranten. Mitarbeiter und Betriebsräte sollten umfassend in den Dialog über ein verändertes Profil einbezogen werden.
Das hiermit vorgelegte Konzept ist selbstverständlich nur als erste, vorläufige Formulierung zu verstehen. Wir bieten der K-Industrie an, in intensivem Gedankenaustausch unter Einbeziehung von Experten und Entscheidungsträgern das Konzept zu erläutern, der Kritik zu stellen und gemeinsam mit Vertretern der K-Industrie zu modifizieren. Wir glauben, daß es geeignet ist, die Interessen der Branche, der Unternehmen und ihrer Beschäftigten nach Zukunftssicherheit mit den Zielen eines ökologisch vernünftigen Umgangs mit den natürlichen Ressourcen synergistisch zu verbinden.
Waldemar Bahr Hannover IG Chemie-Papier-Keramik Hauptverwaltung
Hannover Abteilung Umweltschutz
Prof. Dr. Werner Ebeling Professor für Humboldt-Universität zu Berlin Mitglied
Theoretische Physik des wissenschaftlichen Beirats des IÖW
Jochen Flasbarth Dipl.-Volkswirt, Bonn Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Präsident
Edgar Gärtner Dipl.-Biologe, Leitender Redakteur des WWF-Journals
Frankfurt/M
Prof. Dr. Berndt Heydemann Kiel Direktor der Forschungsstelle für
Andreas Mieth Ökosystemforschung und Ökotechnik der
Universität Kiel ehemaliger
Umwelt-Minister in Schleswig-Holstein
Forschungsstelle
Gerhard Jakubowski Ahrensburg Kommunikations- und Konfliktberatung
Prof. Dr. Michael Jischa TU Clausthal Institut für Technische
Clausthal-Zellerfeld Mechanik
Ulrike Mehl , MdB Bonn/Nortorf (SPD) Mitglied des Umweltausschusses des
Bundestages
Dr. Hans-Christian Mittag K refeld Naturschutzbund Deutschland (NABU),
Mitglied des Präsidiums;
Prof. Dr. Hans Mohr Stuttgart Akademie für Technikfolgenabschätzung in
Baden-Württemberg
Michael Müller , MdB Bonn/Düsseldorf Umweltpolitischer Sprecher der
SPD-Bundestagsfraktion
Prof. Dr. Werner Nachtigall Saarbrücken Universität Saarbrücken Prof. für
Zoologie Spezialgebiet: Bionik
Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker Direktor des Wuppertal Instituts für
Wuppertal Klima, Umwelt, Energie Mitglied des Club
of Rome
Dr. Bernhard Weßling Ahrensburg Initiator der "Ahrensburger Impulse"
Geschäftsführender Gesellschafter
Zipperling Kessler & Co
Dr. Stefan Zundel Berlin Geschäftsführer des IÖW Institut für
ökologische Wirtschaftsforschung GmbH