Bedeutsame Basis-Innovation

Revolutionäre Forschungsergebnisse:
Zipperling präsentiert das erste kommerzielle organische Metall der Welt: Polyanilin

Vollständig neue Werkstoffklasse/
Erste Anwendungen in der Elektronik und im Korrosionsschutz

Stand Nr. 3C/51

Die Neuigkeiten, die Zipperling auf der internationalen Kunststoffmesse K'95 in Düsseldorf vorstellt, werden von Experten als wahrhaft sensationell eingestuft: das erste kommerzielle organische Metall der Welt, Polyanilin (PAni ), wird von Zipperling, einem mittelständischen Unternehmen, präsentiert. Nach etwa 15 Jahren Grundlagenforschung berichtet das Unternehmen über erste kontinuierliche kommerzielle Anwendungen dieser vollkommen neuartigen Werkstoffklasse, nachdem man die Markteinführung vor 3 Jahren begonnen hatte.

Zipperling bietet eine ganze Typenreihe von Produkten an, mit denen PAni in verschiedenen Märkten angewendet wird bzw. werden kann. PAni ist an sich ein Pulver, das nicht direkt verarbeitet werden kann, da es nicht schmelzbar und nicht löslich ist. Zipperling hatte deshalb den Weg gewählt, eine PAni-Qualität zu entwicken, die dispergierbar ist, und bietet nun verschiedene in der Praxis bereits bewährte Dispersionen an - ganz entgegen jahrelanger weltweiter Expertenvorhersagen.

PAni-Dispersionen sind nun kommerziell erhältlich in Form von Lacken, für F+E-Zwecke gibt es auch noch Dispersionen ohne Bindemittel sowie thermoplastische Polymerblends.

Erste Anwendungen wurden realisiert als transparente Beschichtungen auf verschiedenen Substraten

  • als Druckfarben für Etiketten (zur transparent-antistatischen Beschichtung von Etiketten)

  • zur Sprühbeschichtung sowie zur kontinuierlichen Tauchbeschichtung.

Damit werden transparent-antistatische Produkte möglich, deren antistatische Eigenschaften feuchtigkeitsunabhängig sind. Der Oberflächenwiderstand kann in einem weiten Bereich zwischen 10^3 and 10^9 Ohm/sq eingestellt werden. Besonders interessant könnte die Beschichtung von spritzgegossenen Kästen werden, wofür Zipperling sogar kontinuierliche Sprühverfahren entwickelt hat.

Somit können Kästen in allen Farben mit abriebfester antistatischer Ausrüstung produziert werden; die Hersteller können lange und teure Rüstzeiten auf den Spritzgußmaschinen nach der Verarbeitung schwarzer Ruß-Compounds vermeiden und sogar noch eine ganze Farbpalette an Produkten anbieten.

Auch transparente Folien können erzeugt werden. Zipperling bietet selbst eine fertige Polyester-Folie ("INCOFILM") an.

Datenblätter zu allen Produkten sind erhältlich

Eine ganz andere Anwendung eines ähnlichen Beschichtungslackes ist auf dem Weg zu praktischer Anwendung: der Ersatz eines sehr materialintensiven Arbeitsschrittes bei der komplexen Herstellung von Leiterplatten, bei der nun eine hauchdünne PAni-Beschichtung eingesetzt werden soll.

Gänzlich unerwartet und sensationell:
Korrosionsschutz von Metallen durch Passivierung mit Polyanilin

Ein vollkommen neuartiges Verfahren wurde von Zipperling ersonnen und entwickelt - Korrosionsschutz für Metalle wie Eisen, Stahl, Kupfer oder Aluminium: PAni ist in der Lage, diese Metalle zu passivieren, wenn man es in geeigneter Weise auf die Metalle aufgebracht hat.

Zipperling hatte entdeckt, daß PAni nicht nur ein organisches Metall ist, sondern als Edelmetall eingestuft werden kann. Wenn PAni einen metallischen Kontakt zu dem zu schützenden Metall aufbaut, verschiebt es dessen Korrosionspotential um bis zu 800 mV in die "edle" Richtung. Damit nicht genug, PAni verursacht auch noch mittels eines komplexen Chemismus den Aufbau einer chemisch klar definierten, dichten und fest haftenden etwa 1 Mikron dünnen Oxidschicht. Zipperling war in der Lage, diese Reaktion aufzuklären.

Diese zwei Effekte sind verantwortlich für eine geradezu dramatische Reduzierung der Korrosionsgeschwindigkeit - um etwa den Faktor 5 bis (in speziellen Fällen) 10.000!

Zipperling entwickelte für die Realisierung dieses Effektes eine erste umfassende Reihe von geeigneten PAni-haltigen Primern (Grundierungen), die in einer Schichtdicke von nur 20 Mikron aufgetragen werden; diese bietet dann nachweislich einen besseren Korrosionsschutz als wesentlich dickere Zinkstaub-Epoxy oder andere 2-Komponenten-Grundierungen.

Verschiedene Tests sowohl bei Zipperling als auch bei Kunden und in unabhängigen technischen und Forschungs-Instituten haben den überlegenen Korrosionsschutzeffekt inzwischen bestätigt.

Ein erstes kommerzielles Produkt wurde inzwischen eingeführt, nämlich ein "System gegen Rost" namens "CORREPAIR", das zur Reparatur verrosteter Produkte eingesetzt wird. In Form eines Test-Marketing wird es im Kreis Stormarn, in dem auch Ahrensburg, der Sitz des Unternehmens, liegt, bereits verkauft.

Zipperlings geschäftsführender Gesellschafter, der zugleich die Forschung leitet, relativiert den bisher erreichten Stand so: "Nicht nur die Einführung dieser vollständig neuen Werkstoffklasse als solche wird eine sehr lange Zeit in Anspruch nehmen, denn dieser neue Stoff hat Eigenschaften, die sowohl für Polymere, wie für Metalle unbekannt sind.

Vor allem aber die Einführung als Korrosionsschutz wird sehr lange dauern, denn man muß ja ganz sicher gehen, daß das neue Verfahren auch wirklich funktioniert, bevor es in großem Maßstab angewendet wird. Also werden unsere Kunden zunächst einmal jahrelang testen. Unsererseits müssen währenddessen noch eine Unzahl von praktischen Problemen gelöst werden: die Haftung auf den Metalloberflächen muß noch optimiert werden, die Verträglichkeit mit der Vielfalt verfügbarer Decklacke muß untersucht und gewährleistet werden, und die verschiedenen Anwendungsfälle (vom Schiff bis zum Auto, von Garagentoren bis zu Maschinen, von Säurelagern bis zu Kraftwerken - überall stellen sich sehr differenzierte Anforderungen, denen wir uns mit PAni-Primern stellen wollen."

Ausführliche Datenblätter und Forschungsinformationen sind verfügbar.

Direktanfragen

ausführliche Informationen direkt verfügbar über Internet Zipperling-Server http://www.zipperling.de/ (siehe auch Presseerklärung vom gleichen Tage über Server-Einrichtung)

Dr. B. Weßling

(geschäftsführender Gesellschafter)

22.09.95



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